Drei Holzklötze in aufsteigender Höhe auf einem weißen Tisch, auf dem niedrigsten links liegt ein roter Apfel
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SEO Quick Wins: Low Hanging Fruits finden und heben

SEO Quick Wins sind Verbesserungen, die schnell wirken, weil die Vorarbeit schon geleistet ist: Google kennt Ihre Seite und zeigt sie bereits, nur eben zu weit unten. Solche Keywords nennt man Low Hanging Fruits, tief hängende Früchte. Sie stehen meist auf den Positionen 4 bis 20 und brauchen keinen neuen Text, sondern eine Korrektur.

Das Wichtigste in Kürze

  • Low Hanging Fruits sind Suchbegriffe, für die Sie schon ranken, aber knapp an der ersten Seite vorbei.
  • Sie finden diese Begriffe im Leistungsbericht der Google Search Console, nicht in einem Keyword-Tool.
  • Die Impressionen zeigen, ob überhaupt Nachfrage besteht. Ohne Impressionen kein Quick Win.
  • Am schnellsten wirken vier Hebel: Titel, Snippet, interne Verlinkung und das Aktualisieren alter Inhalte.
  • Wie lange es dauert, kann niemand garantieren. Google nennt eine Spanne von Stunden bis Monaten.

Was Low Hanging Fruits im SEO wirklich sind

Der Begriff wird oft mit „Keywords mit wenig Wettbewerb“ verwechselt. Gemeint ist etwas anderes: Seiten, die bereits Sichtbarkeit haben, diese aber nicht in Besucher umsetzen.

Der Grund ist einfach. Eine neue Seite muss sich Relevanz erst erarbeiten. Eine Seite auf Position 7 hat diesen Schritt hinter sich. Google hat sie indexiert, bewertet und eingeordnet. Zwei oder drei Plätze nach oben sind deshalb eine andere Aufgabe als ein Einstieg aus dem Nichts.

Zur Einordnung: Ein Geheimrezept gibt es dabei nicht. Google schreibt selbst, es gebe „leider kein Geheimrezept, das dafür sorgt, dass deine Website bei Google automatisch an erster Stelle angezeigt wird“. Quick Wins sind also Wahrscheinlichkeiten, keine Schalter.

Quick Wins in der Search Console finden

Die Datengrundlage liefert der Leistungsbericht der Google Search Console. Vier Kennzahlen brauchen Sie, und es lohnt sich, ihre Definition genau zu kennen:

Kennzahl Bedeutung laut Google
Impressionen So oft ist Ihre Website in den Google-Suchergebnissen erschienen.
Klicks Die Anzahl der Klicks, die Nutzende in den Suchergebnissen auf Ihre Website ausgeführt haben.
Klickrate Die Anzahl der Klicks geteilt durch die Anzahl der Impressionen.
Durchschnittliche Position In der Tabelle: die durchschnittliche Position für die jeweilige Zeile, also für dieses Keyword oder diese URL.

So gehen Sie vor: Öffnen Sie den Leistungsbericht, stellen Sie den Zeitraum auf die letzten drei Monate und schalten Sie alle vier Kennzahlen ein. Wechseln Sie dann auf den Tab „Suchanfragen“ und sortieren Sie nach Impressionen.

Interessant sind Zeilen, bei denen drei Dinge zusammentreffen: eine durchschnittliche Position zwischen 4 und 20, dreistellige Impressionen und eine auffällig niedrige Klickrate. Das ist Nachfrage, die Sie schon erreichen, aber nicht abholen.

Ein Hinweis zur durchschnittlichen Position: Sie ist ein Mittelwert über viele Suchanfragen. Position 8,4 kann bedeuten, dass Sie meist auf 6 und manchmal auf 15 stehen. Prüfen Sie deshalb eine Handvoll Begriffe stichprobenartig in der Suche selbst, bevor Sie Arbeit einplanen.

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Welche Keywords sich lohnen und welche nur Arbeit machen

Nicht jede Zeile mit Position 8 ist ein Quick Win. Diese vier Fälle sortieren Sie aus:

  • Falsche Absicht. Sucht jemand ein Produkt und Sie haben einen Ratgeber, fehlt nicht das Ranking, sondern die passende Seite.
  • Markenbegriffe anderer. Bei Suchen nach einem fremden Produktnamen werden Sie die Herstellerseite nicht überholen.
  • Zwei eigene Seiten auf einem Begriff. Dann konkurrieren Sie mit sich selbst. Hier hilft, eine Seite zu stärken und die andere darauf zu verlinken.
  • Kaum Nachfrage. Zwölf Impressionen im Quartal ändern nichts, selbst auf Platz eins.

Und eine Grenze gilt immer: Inhalte sollen für Menschen entstehen. Google fragt in seinen eigenen Leitlinien ausdrücklich, ob Inhalte „hauptsächlich erstellt“ werden, „um Besuche über Suchmaschinen zu erhalten“, und ob man „hauptsächlich zusammenfasst, was andere sagen, ohne einen Mehrwert zu bieten“. Wer Quick Wins so versteht, dass er dünne Texte nachschiebt, arbeitet gegen sich.

Die vier Hebel, die am schnellsten wirken

1. Titel schärfen

Der Titellink ist das Erste, was Suchende sehen. Google zieht ihn unter anderem aus dem title-Element, aus der sichtbaren Hauptüberschrift und aus Überschriften wie h1. Er soll „aussagekräftig und prägnant“ sein. Wiederholte Keywords können dagegen „den Eindruck von Spam erwecken“.

Wichtig zu wissen: Google ersetzt Titel automatisch, wenn das title-Element veraltet ist, den Inhalt schlecht beschreibt oder mehrere gleich prominente Überschriften für Verwirrung sorgen. Ein schlecht passender Titel ist also nicht nur ungenutztes Potenzial, er wird gegebenenfalls überschrieben.

2. Snippet verdienen

Die Meta-Beschreibung ist keine Garantie. Google erstellt Snippets „hauptsächlich aus dem Seiteninhalt“ und greift auf die Meta-Beschreibung zurück, wenn sie die Seite besser beschreibt als andere Teile des Inhalts. Aussagekräftige Beschreibungen können laut Google „maßgeblich zur Qualität und Anzahl der Suchzugriffe beitragen“. Formulieren Sie deshalb pro Seite eine eigene Beschreibung, die zur Suchfrage passt.

3. Intern verlinken

Links auf passende eigene Seiten helfen Nutzern und Suchmaschinen weiter. Entscheidend ist der Ankertext: Er soll verständlich machen, wohin der Link führt, bevor jemand klickt. Verlinken Sie die Seite, die Sie nach oben bringen wollen, aus starken bestehenden Beiträgen heraus, und zwar mit dem Begriff, um den es geht, nicht mit „hier“.

4. Alte Inhalte aktualisieren

Google empfiehlt, zuvor veröffentlichte Inhalte anzusehen und sie nach Bedarf zu aktualisieren. Veraltete Jahreszahlen, überholte Rechtslagen und tote Links sind der häufigste Grund, warum eine einst gute Seite abrutscht. Das Aktualisieren ist meist die Maßnahme mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Wirkung.

Wo Quick Wins an ihre Grenzen stoßen

Zwei Erwartungen sollten Sie dämpfen. Erstens der Zeitrahmen: Laut Google kann es „einige Zeit dauern, bis jede von dir vorgenommene Änderung bei Google berücksichtigt wird“, manche Änderungen wirken „innerhalb weniger Stunden“, bei anderen dauert es „mehrere Monate“. Google empfiehlt, einige Wochen abzuwarten, und weist darauf hin, dass nicht jede Änderung eine sichtbare Wirkung hat.

Zweitens die Reichweite: Quick Wins holen vorhandenes Potenzial ab. Sie ersetzen keine Themenstrategie und keine neuen Inhalte für Suchfragen, zu denen Sie bisher nichts anbieten. Wer nur optimiert, wächst irgendwann nicht mehr.

In fünf Schritten zur ersten Quick-Win-Liste

  1. Daten holen. Leistungsbericht, letzte drei Monate, Tab „Suchanfragen“, nach Impressionen sortiert. Export in eine Tabelle.
  2. Filtern. Position 4 bis 20, Impressionen ab 100. Alles andere erst einmal ausblenden.
  3. Zuordnen. Notieren Sie je Begriff die URL, die aktuell rankt, und ob deren Absicht zur Suche passt.
  4. Zehn Zeilen auswählen und je Zeile genau einen Hebel festlegen: Titel, Beschreibung, interner Link oder Aktualisierung.
  5. Umsetzen und nach vier bis sechs Wochen erneut messen, mit demselben Zeitraum und denselben Filtern. Nur so sehen Sie, was gewirkt hat.

Welche Hebel zusätzlich auf Sichtbarkeit in Suchmaschinen und in KI-Antworten wirken, fasst unsere Handreichung zur Sichtbarkeit in der KI-Suche zusammen. Wenn Sie die Auswertung lieber gemeinsam durchgehen, ist die Online Marketing Beratung Online der passende Rahmen.

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Häufige Fragen

Welche Position ist ein guter Ausgangspunkt?

Gängige Praxis sind die Positionen 4 bis 20. Dort ist die Seite bereits als relevant eingeordnet, hat aber noch deutlich Luft. Für eine Einordnung reicht die durchschnittliche Position aus dem Leistungsbericht.

Brauche ich dafür ein kostenpflichtiges Tool?

Nein. Die Search Console ist kostenlos und zeigt Ihre echten Daten. Kostenpflichtige Tools helfen beim Wettbewerbsvergleich und bei Suchvolumen, für Quick Wins sind sie kein Muss.

Wie viele Änderungen sollte ich gleichzeitig vornehmen?

Pro Seite einen Hebel, sonst wissen Sie später nicht, was gewirkt hat. Über mehrere Seiten hinweg können Sie ruhig parallel arbeiten.

Wie schnell sehe ich ein Ergebnis?

Das ist offen. Google nennt eine Spanne von wenigen Stunden bis zu mehreren Monaten und empfiehlt, einige Wochen abzuwarten, bevor man bewertet.

Hilft es, das Keyword häufiger im Text zu nennen?

Nein. Wiederholte Keywords können den Eindruck von Spam erwecken. Sinnvoller ist, die Suchfrage im Text wirklich zu beantworten.

Quellen

Sie möchten wissen, welche Ihrer Seiten gerade knapp an der ersten Seite vorbeistehen und welcher Hebel dort zuerst greift? Unsere Handreichung zur Sichtbarkeit in der KI-Suche führt Sie durch die Prüfpunkte für Suchmaschinen und KI-Antworten, von der Indexierung bis zum Snippet.

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