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Hinter verschlossenen Türen: Psychiater Erzählungen von Drs. Dolf Hage

Hinter verschlossenen Türen: Psychiater Erzählungen von Drs. Dolf Hage

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“Wir sind nicht heilbar. Aber wir sind auch nicht völlig verloren.”

Inhaltsangabe zu den autofiktionalen Psychiater-Erzählungen “Hinter verschlossenen Türen” von Drs. Dolf Hage

  • Der Roman stellt auf 105 Seiten in 12 Kapiteln 10 unterschiedliche psychiatrische Fälle vor
  • Geplant ist die Veröffentlichung am 24.06.2026 auf Amazon und Tredition
  • Verlegt durch Shapeminds
  • Der Autor Dolf Hage beendete 1982 erfolgreich sein Medizinstudium in Utrecht (Niederlande) und kam im Anschluss nach Deutschland, wo er zunächst mehrere Jahre in der Gynäkologie und Geburtshilfe tätig war; danach absolvierte er seine Facharztausbildung in der Psychiatrie, die er 1991 erfolgreich abschloss. Von 1991 bis 1994 war er Chefarzt einer gerontopsychiatrischen Abteilung, ließ sich 1994 nieder und arbeitete ab 1997 in einer Gemeinschaftspraxis, die 2022 geschlossen wurde. Er ist seit 1997 als ambulanter Psychiater in Steinfurt (bis 2024) und weiterhin in Berlin tätig und führt derzeit eine eigene psychiatrische Praxis in Berlin. Dolf Hage ist bundesweit als Gutachter für Gerichte und Versicherungen tätig

Zusammenfassung

Zweiundzwanzig Jahre ist er Psychiater. Eine Zahl, die nach Erfahrung klingt. Bei ihm hat sie vor allem eines bewirkt: Er ist vorsichtiger geworden mit Gewissheiten.

In seiner Praxis liegen Akten. Früher waren es „Fälle“. Heute sind es Spuren. Gespräche, die nicht sauber enden. Er hat gelernt, dass Diagnosen ordnen können, aber selten erklären. Und dass das Entscheidende oft dort sitzt, wo Menschen ausweichen, abbrechen, zu früh „mir geht es gut“ sagen.

Der Erzähler ist professionell, aufmerksam, und er zweifelt. „Hilfe“ bedeutet für ihn nicht Reparatur. Hilfe heißt: jemanden ernst nehmen, auch wenn nichts sofort besser wird. Diese Haltung prägt auch die Form des Romans, der nicht von Lösungen erzählt, sondern davon, was sichtbar wird, wenn Menschen versuchen, sich mitzuteilen. Und davon, was dieses Zuhören mit dem Zuhörenden macht.

Mit den Jahren verändert es den Psychiater. Zuerst kaum merklich, dann deutlicher. Die Welt wird lauter: das Summen des Lichts, das Klacken der Heizung. Er merkt sich zu viel. Und er verliert Dinge, die früher selbstverständlich waren: den Faden, den Namen, die Ruhe. Kleine Fehlleistungen häufen sich, als wären sie Zufall. Zu Hause wird er reizbarer, erschöpfter, fremder im eigenen Alltag. Schließlich beginnt er eine eigene Therapie. Keine große Entscheidung. Eher ein Schritt, der längst fällig war.

Der Roman folgt einer „seelischen Zeit“. Die Kapitel sind nicht streng chronologisch, sondern durch innere Zusammenhänge verbunden. Klinische Begriffe tauchen auf, aber sie werden nicht als Erklärungen gefeiert. Sie bleiben Werkzeuge. Die Patientinnen und Patienten sind nie Material. Sie sind Gegenüber.

Eine frühere Patientin kommt zurück. Die Mutter ist gerade gestorben, doch das eigentliche Leiden sind Bilder. Ein Autobahnunfall von vor vielen Jahren, der plötzlich wieder da ist. Schlaf bricht weg, der Alltag wirkt grau, Reizbarkeit schiebt sich zwischen sie und die Welt. „PTBS“ liegt nahe, aber der Erzähler stellt kein Etikett aus. Er bleibt beim präzisen Zuhören. Bei dem Versuch, nicht zu schnell zu wissen.

Ein anderer Patient lebt seit Langem mit Sucht und einer medikamentösen Stabilität. Erst in dieser Stabilität sagt er, beinahe beiläufig: „Ich höre Stimmen.“

Der dramaturgische Bogen verdichtet sich, als die Ordnung, die der Erzähler bei anderen zu halten versucht, bei ihm selbst Risse bekommt. Ein Kollege hört zu, stellt Fragen, testet. Am Ende steht kein lauter Zusammenbruch, sondern eine stille Verschiebung: Der Psychiater ist nicht mehr nur der, der zuhört. Er wird selbst zum Gegenüber.

Das Covermotiv ist ein Werk des Berliner Künstlers Paul Pretzer, der für seine teils surreal anmutenden Motive bekannt ist und die Stimmung des Romans bildlich widerspiegelt. Zudem enthält der Roman zu Beginn jedes Kapitels ein Bild im Bleistiftstil.

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Häufig gestellte Fragen

Worum geht es im Buch „Hinter verschlossenen Türen“ von Dolf Hage?

Das Buch erzählt in mehreren Kapiteln verschiedene psychiatrische Fälle aus der Perspektive eines Psychiaters und beleuchtet dabei, was zwischen Gesprächen, Diagnosen und persönlichen Entwicklungen geschieht.

Handelt es sich bei „Hinter verschlossenen Türen“ um wahre Geschichten aus der Psychiatrie?

Das Werk wird als autofiktionale Erzählung beschrieben und verbindet reale Erfahrungen aus der psychiatrischen Praxis mit literarischer Gestaltung.

Wie ist das Buch aufgebaut?

Der Roman umfasst 10 Kapitel mit unterschiedlichen Fällen, die nicht streng chronologisch erzählt werden, sondern über inhaltliche und innere Beziehungen miteinander verbunden sind.

Welche Themen stehen im Mittelpunkt der Psychiater-Erzählungen?

Im Fokus stehen Themen wie Gespräche zwischen Arzt und Patient, Zweifel an Diagnosen sowie die Wirkung von Zuhören und Therapie auf beide Seiten.

Was macht „Hinter verschlossenen Türen“ zu einem besonderen Psychiatrie-Roman?

Das Buch verzichtet bewusst auf einfache Lösungen und zeigt stattdessen, wie komplex psychische Prozesse sind und wie sich die Arbeit mit Patienten auch auf den Psychiater selbst auswirkt.